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Appelschmolt
Man schneidet Schweinefett (Flomen) in
mittelgroße Würfel, die man langsam ausbraten lässt. Fangen die
Würfel an gelblich zu werden, so gibt man säuerliche Äpfel und
Zwiebeln dazu, erstere mit der Schale, aber ohne Blume und Stängel. An der
Stelle wo die Blume war, ist ein Kreuzschnitt zu machen. Man gibt noch
Nelkenpfeffer, einige Gewürznelken sowie Majoran und Thymian dazu. Alles
lässt man so lange braten, bis das flüssige Fett im Löffel
kocht. Dann gießt man es durch ein Sieb in Steintöpfe oder
Gläser, die man nach dem Erkalten luftdicht verschließt.
Biersupp mit
Stuten
Man bringt Bier, etwa 1/2 l pro Person,
zum Kochen, schäumt es gut ab, gibt Schwarzbrot, ein wenig Kümmel und
auf einen 3/4 l Suppe 125 g Zucker oder entsprechend Sirup, nach Bedarf ein
wenig Zitronenschale und etwas Ingwer und Zimt daran. Alles lässt man eine
halbe Stunde lang kochen. Wenn die Suppe noch klütig ist, reibt man sie
durch ein Sieb und lässt sie nochmals aufkochen.
Blautwust
Zutaten: 750 g geriebene alte Semmeln, 3
l Blut, 1 l von der Brühe, in der das Fleisch zur Leberwurst gekocht
worden ist, 125 g Zucker, 125 g Rosinen, 250 g Gehacktes, vorher gekochtes
mageres Fleisch, eine kleine Schale mit nicht ganz braun ausgebratenen
Rückenspeckwürfeln, 1 gehäufter Teelöffel voll Salz,
Zitronenschale, gestoßene Nelken und ein wenig Wurstkraut (Majoran).
Unmittelbar vor dem Stopfen der Wurst werden Blut und Fettbrühe mit den
übrigen Zutaten verrührt. Dann füllt man mit der Masse die
gereinigten Därme gut zur Hälfte und kocht die Wurst etwa 1/2 Stunde,
lässt sie erkalten und brät sie vor dem Anrichten.
Bohnen, Beern un
Speck
750 g kleine feste Birnen werden
gewaschen, von Stiel und Blüte befreit. Dann bricht man 1 kg grüne
Bohnen in Stücke und würfelt 500 g Kartoffeln, 125 g durchwachsener
Speck wird in Scheiben geschnitten. Diese legt man in einen Topf und füllt
die Bohnen darüber, darauf Kartoffeln und Birnen. Dann würzt man
sparsam mit Salz und gießt 3/8 l heißes Wasser an, lässt
aufkochen und fest zugedeckt auf kleiner Flamme garen. Das Gericht wird mit
Essig und einer Prise Zucker abgeschmeckt.
Bohnenbrei mit
Speck
500 g große Bohnen werden mit
Salzwasser gekocht und bleiben etwa eine halbe Stunde zugedeckt stehen, damit
sie gut ausquellen. Danach werden die Bohnen zu Brei gestampft; Schweinebauch
oder frischen Speck in dünne Scheiben schneiden, auslassen bis die
Stücke goldgelb und knusprig sind, dann mit dem Fett über die Bohnen
verteilen. Als Beigabe wird frische Buttermilch gereicht.
Braden Maischull
Vorbereitete Schollen würzt man
stark mit Salz und wenig Essig und lässt sie je nach Größe 1
bis 2 Stunden darin liegen. Die wieder abgewaschenen Fische paniert man mit
Mehl, das zur Hälfte mit Zwiebackbröseln und etwas Salz vermischt
ist. Dann brät man sie schnell gar. Man kann sie lediglich mit dem
übergossenen Bratfett servieren oder auch eine Soße bereiten wie
beim gräun Hiring.
Buttermilchklops
Zutaten: - 400g Hackfleisch -
Gewürze für die Kloßbrühe - 1/2 l Buttermilch - 2
Eßlöffel Mehl - ein wenig Essig und Zucker Aus dem
Hackfleisch eine würzige Masse bereiten, Klöße formen und in
siedendem Salzwasser mit Gewürzen garkochen. Die Buttermilch mit dem Mehl
verrühren und in die Kloßbrühe geben. Mit wenig Essig und
Zucker abschmecken.
Dicke Bohnen
mit Apfelmus und Speck
Dicke Bohnen gar kochen und
abgießen. In einer Pfanne winzige Speckwürfel ausbraten, bis sie
knusprig sind und aus dem Fett herausnehmen. Bohnen in ein wenig des
ausgebratenen Fetts schwenken. Apfelmus und ausgebratene Speckwürfelchen
dazugeben, das ganze auf kleiner Flamme erwärmen. Schmeckt gut zu Braten
und Kartoffeln.
Dicken Ries mit
suren Saft
Man bringt 250 g Reis in 1/2 l Milch bei
ganz schwachem Feuer und wiederholtem Umrühren zum Kochen. Mit einer Prise
Salz, ein paar feingehackten bitteren Mandeln, einem Stück Zimt und der
Schale von 1/4 Zitrone wird er weichgekocht; dann gibt man den Brei in eine
kalt ausgespülte Form. Nach dem Abkühlen wird der Reis auf einem
Teller gestürzt. Dazu reicht man Fruchtsaftsoße.
Eier in
Gräunkramsoß mit Pölltüften
Zutaten: -200g Bauchspeck -1
Eßlöffel Schmalz -3 gehäufte Eßlöffel
Mehl -Milch -1 große Zwiebel -Schnittlauch und Dill Aus dem
Bauchspeck, dem Schmalz und dem Mehl bereitet man mit der Milch eine helle
Soße und schmeckt sie mit Salz und Pfeffer ab. Dazu gibt man die
feingehackte Zwiebel, das feingehackte Schnittlauch und Dill. Man isst dazu
gekochte Eier und Pellkartoffeln.
Essigkörbsen
Zutaten: -1 kg Kürbis (ohne
Schale und Kernfleisch) -1/2 l Wasser -12 Esslöffel Essig
(10-prozentigen) -3 Nelken -1 Stück
Zimtrinde -Zitronenschale -Ingwer -250 g Zucker Der Kürbis
wird in gleich große Stücke geschnitten, dasWasser, den Essig , die
Nelken, das Stück Zimtrinde, die Zitronenschale, den Ingwer und Zucker
gibt man dazu. Alles lässt man kochen, bis die Kürbisstücke
glasig sind.
Forelle in
Sahnesoße
Mittelgroße Forellen ausnehmen,
reinigen und in Salzwasser mit wenig Essig und Gewürz (Lorbeer, Zwiebel,
Piment) garziehen lassen. Dann werden sie vom Feuer genommen und heiß
gehalten. In einer Kasserole rührt man einige Eigelb, reichlich frische
Butter, Zitronenschale und 1/2 Glas Weißwein zusammen. Diese Masse bringt
man unter ständigem Umrühren zum Kochen, fügt 1/4 l
Fleischbrühe, 1/4 l Weißwein und 1/8 l saure Sahne hinzu und
lässt alles unter fließendem Rühren aufkochen - bis die
Soße sämig ist. Zum Schluss wird die Soße mit Zitronensaft und
Zucker abgeschmeckt; die Forellen werden auf einer Platte angerichtet und mit
der Soße übergossen, dazu gibt es Salzkartoffeln.
Gräun Hiring kak´t un Sempsoß
Den Heringen schneidet man, vom Bauch
ausgehend, die Köpfe obenhin soweit ab, dass man die Augen noch mit
fortnimmt. Unter zurücklassen von Milch und Rogen werden die Eingeweide
aus der so entstandenen Öffnung entfernt. Dann wäscht man die
Heringe, setzt sie in kaltem Wasser mit Salz und einer Zwiebel an und bringt
sie rasch zum Kochen, lässt sie aber langsam garkochen. Dazu richtet man
eine Senfsoße an: 50 g Butter, 50 g Senf und so viel Wasser und
Fischwasser, dass die Soße für 4 Personen reicht, bringt man zum
Kochen, gibt 1 Teelöffel Zucker daran und rührt Stärkemehl
hinzu, bis die Soße dickflüssig ist. Dann quirlt man sie mit 2
Eidottern und 20 g kalter Butter.
Gräunkohl
Der gut gesäuberte Kohl wird von
Stängel und Rippen befreit und in Wasser ohne Salz gar gekocht. Nachdem
das Wasser abgegossen ist, lässt man den Kohl noch gut auf einem
Durchschlag abtropfen, hackt ihn, jedoch nicht zu fein, und setzt ihn in
reichlich Fett (Butter, Schweine- oder Gänseschmalz) mit wenig Brühe
wieder an. Dann gibt man das nötige Salz, etwas geriebene Muskatnuss,
Zucker und, wenn man will, einige Zwiebackbrösel daran und lässt das
Ganze unter wiederholtem Umrühren durchkochen. Sollte der Kohl jetzt noch
streng schmecken, so kann man dies durch eine halbe Tasse Milch oder Sahne
verbessern. Beim Anrichten wird er in der Schale glatt gestrichen. Man isst
dazu Rauchfleisch, gepökeltes Schweine- oder Gänsefleisch, Brat- oder
Lungenwurst.
Grog
Auf 2 Stück. Zucker gießt man
so viel Rum oder Weinbrand, dass das Glas bis zur Hälfte voll ist. Dann
füllt man es mit siedendem Wasser auf.
Heiten Win
3/4 l Wasser werden mit einer 5 cm langen
Zimtstange aufgekocht, dann gart man 135 g Grieß oder Sago darin. Der
Zimt wird herausgenommen und 1/2 Flasche Fruchtsaft untergerührt. Alles
gibt man in eine angefeuchtete Form, lässt es erkalten und stürzt es
dann in eine Schüssel. Dazu schmeckt hervorragend Vanillesoße.
Himmel un Erd
Kartoffeln schälen und in
mäßig gesalzenem Wasser abkochen, abgießen, zu Brei
drücken und mit inzwischen gekochten und durchgerührten sauren
Äpfeln zu gleichen Teilen vermischen. Man brät Speck aus, mischt ihn
unter und schmeckt mit Salz, wenn nötig auch mit Zucker, ab.
Hiring in
Sahnstip
Einige milcherne Heringe lässt man 2
Tage in Sahne liegen. Dann trocknet man sie ab, häutet sie, nimmt sie aus
und legt sie in eine flache Schüssel. Die Heringsmilch wird fein gewiegt
und mit dicker Sahne, Öl und etwas Essig glatt gerührt. Dann streut
man dünne Scheiben von sauren Gurken auf die Heringe und gießt die
Soße durch ein Sieb darüber. Das Gericht kann sofort gegessen
werden!
Hiringstüfften
Man bereitet eine Brühe. Dazu werden
in feine Würfel geschnittene Zwiebeln mit etwas Mehl in reichlich Butter
oder ausgebratenem Speckfett - 65 g auf einen Esslöffel voll Mehl - gelb
geschwitzt; man gibt Wasser, etwas Essig - 1 Esslöffel voll auf die Tasse
Wasser - und Pfeffer dazu und bringt alles zusammen zum Kochen. Dann
schüttet man gewässerte und in feine Würfel geschnittene
Salzheringe und kleine, frisch gekochte Pellkartoffeln hinzu und lässt
alles unter wiederholtem Schwenken der Brühe, von der reichlich vorhanden
sein muss, auf kleinem Feuer gut heiß werden. Dazu schmeckt kalter oder
auch aufgewärmter Braten.
Kak't
Dösch
Den vorbereiteten Dorsch schneidet man in
Stücke und lässt diese ziemlich scharf gesalzen 2 Stunden lang
stehen. Dann wird er in kaltem Wasser mit einem Schuss Essig, einer Zwiebel und
etwas Salz angesetzt und so schnell wie möglich zum Kochen gebracht. Er
ist, nachdem er 10 bis 15 Minuten langsam weitergekocht hat, gar. Dorsch
fällt leicht auseinander, deshalb muss er mit großer Vorsicht aus
dem Wasser genommen werden. Dazu reicht man eine Senfsoße wie beim
gräun Hiring.
Kalter
Hoppelpoppel
4 Eidotter und 1/2 geriebene Muskatnuss
werden mit 1/2 l süßer Sahne angerührt. Dazu gibt man 1/4 l Rum
und süßt nach Geschmack.
Karpfen mit
Fliederkreude
1 große Zwiebel, 1 Lorbeerblatt,
Piment, Sellerie und etwas Salz werden in 1/2 l Wasser gekocht. Vorbereitete
Karpfenstücke darin garziehen lassen, herausnehmen und in der
Fischbrühe 1 bis 2 Teelöffel Fliederkreude auflösen. Mit Essig,
Zucker und Salz abschmecken. Zum Schluss Mehl und saure Sahne verrühren
und Soße binden. 2 Teelöffel Butter zugeben.
Kloppschinken
Scharf geräucherten Schinkenspeck,
Nuss- oder Landschinken in 1 cm dicke Scheiben schneiden und in Milch einlegen.
Nach 24 Stunden klopfen. Aus Eiern, Mehl und Milch einen dickflüssigen
Teig bereiten, darin die Scheiben wälzen, in Öl oder Margarine
beidseitig durchbraten und mit Brot servieren.
Kolschal mit
Boddermelk
Man gibt zu Buttermilch noch Sahne und
bröckelt etwas Zwieback hinein. Vorher röstet man Schwarzbrot mit
halbsoviel Zucker wie Brot und lässt es wieder abkühlen. Dann streut
man es in die Buttermilch.
Läwerwust Meckelbörger Ort
Man nimmt hierzu Bauchfleisch, fetten
Speck, Nieren, Zunge und Schwarten und kocht alles weich. Die Leber wird roh
gehackt, durch ein Sieb gerieben, Bauchfleisch, Zunge, Fett und Schwarten
werden feinwürfelig geschnitten, Nieren fein gehackt. Danach wird alles
mit Majoran gewürzt, Füllfett von der Fleischbrühe hinzugegeben
und die Masse in saubere Därme gefüllt. Da die Leber quillt,
dürfen die Würste nicht zu fest gestopft werden. Man kocht sie eine
halbe Stunde in der Brühe, taucht sie beim Herausnehmen in kaltes Wasser,
lässt sie wieder abkühlen und isst sie frisch oder
geräuchert.
Lungwust
Man schabt die Lunge aus Häuten und
Sehnen, hackt sie jedoch nicht zu fein, hackt ferner die Mettabfälle nebst
1 kg Fett auf 3 kg Lunge und Fleisch, rührt alles gut durcheinander und
gibt 6 Esslöffel voll Salz, 2 Teelöffel voll Senfkörner sowie 1
Teelöffel voll gestoßenem schwarzem Pfeffer und Nelkenpfeffer dazu
und stopft die Masse nicht zu fest in gut gewaschene Därme. Die Wurst wird
8 bis 14 Tage geräuchert und dann zu Grünkohl oder Rüben
gekocht.
Meckelbörger
Boddermelksupp
Zutaten: - 1/1/4 l Buttermilch -
3 Eßlöffel Mehl - Salz - 2 Eigelb - 5 Eßlöffel
Puderzucker - 1 Packung Vanillezucker - 4 Eßlöffel Schwarze
Johannisbeerenkonfitüre 1 l Buttermilch wird mit etwas Salz zum Kochen
gebracht, dazu gibt man das Mehl, was in 1/4 l kalter Buttermilch
angerührt wurde, und lässt das Ganze unter Umrühren 5 Minuten
kochen. Das Eigelb, den Puderzucker und den Vanillezucker schäumig
rühren und in die abgekühlte Buttermilch quirlen. Des weiteren
fügt man die Schwarze Johannisbeerkonfitüre zu. Die Suppe kann
heiß oder kalt gegessen werden. Zwieback schmeckt übrigens gut
dazu!
Meckelbörger Götterspies
Geriebenes Schwarzbrot wird mit Zucker
vermischt und mit Rum angefeuchtet. Dann steint man frische oder eingeweckte
Sauerkirschen aus und schlägt süße Sahne. Alles wird in
Schichten in einer Glasschüssel angerichtet und sofort serviert.
Melksupp mit
Klüten
Man rührt so viele Eier, wie man
Liter Suppe haben will, mit Mehl zusammen, bis daraus eine dickflüssige
Masse wird, die eben vom Löffel läuft und würzt diese mit einer
Messerspitze geriebener Muskatnuss und einer Messerspitze Salz. Diese Masse
lässt man durch einen Durchschlag in die kochende Milch tropfen, wobei man
ununterbrochen langsam umrührt, sonst bleiben die Klüten aneinander
hängen. Auf einen 3/4 l Flüssigkeit gibt man ferner 1 Teelöffel
Salz, 1 Esslöffel Zucker und zweieinhalb Zentimeter Zimtstange
Melktüfften
Man kocht geschälte Kartoffeln recht
weich, salzt aber vorsichtig. Die abgegossenen Kartoffeln schüttet man in
so viel kochende Milch, dass sie etwa 5 cm hoch davon bedeckt sind, gibt ein
Stück Butter dazu und lässt das Ganze etwa 5 Minuten kochen. Kurz vor
dem Anrichten würzt man noch mit Pfeffer. Dazu schmeckt geräucherter
Schinken, kalter Braten oder auch Hering.
Milchsuppe
Mehlige Kartoffeln gar kochen und
abgießen. Kleine Speckwürfel ausbraten. Kartoffeln mit Milch
aufgießen und den Speck dazugeben. Kartoffeln leicht zerdrücken. Mit
Salz, Pfeffer und Petersilie abschmecken. Dazu gibt es gezuckerte
Eierpfannkuchen.
Punsch
Man gießt 1 Flasche Weißwein,
2 Flaschen Rotwein und 2 Flaschen Wasser mit 1 Flaschen Rum zusammen, gibt 1 kg
Zucker, über dem die Schale einer halben Zitrone abgerieben wurde, sowie
durch ein Sieb den Saft von 2 Zitronen dazu und bringt das Ganze zum Kochen.
Man nimmt es vom Feuer, sobald es einmal übergekocht ist. Dann wird der
Punsch in ein Bowlegefäß gefüllt und serviert.
Rinderzunge
in Senfsoße
Die gründlich gesäuberte
Rinderzunge wird mit kaltem Wasser aufgesetzt; beim Kochen fügt man Salz,
Suppengemüse, eine mit Nelken gespickte Zwiebel und Gewürzkörner
bei. Man achte darauf, dass das Wasser nicht in Wellen kocht. In 3 Stunden wird
die Zunge gar sein (auf der Haut müssen sich Blasen zeigen). Die Haut
zieht oder schneidet man ab und teilt die Zunge in Scheiben. Dazu wird eine
würzige Soße mit scharfem Senf bereitet.
Rindfleisch
mit Zwiebelgemüse
750 bis 1000 g Suppenfleisch werden mit
Wurzelwerk und Salz abgekocht. 8 große Zwiebeln in Scheiben schneiden, in
Margarine dünsten, nach und nach mit Brühe auffüllen und garen.
Das Fleisch wird aus der Brühe genommen, von Knochen befreit und in
Margarine knusprig braun gebraten, nötigenfalls etwas Salz darüber
streuen. Die restliche Brühe gibt man als Vorsuppe. Zu dem Fleisch und dem
Zwiebelgemüse reicht man Petersilienkartoffeln.
Rode Grütt
3/4 l Wasser werden mit einer 5 cm langen
Zimtstange aufgekocht, dann gart man 135 g Grieß oder Sago darin. Der
Zimt wird herausgenommen und 1/2 Flasche Fruchtsaft untergerührt. Alles
gibt man in eine angefeuchtete Form, lässt es erkalten und stürzt es
dann in eine Schüssel. Dazu schmeckt hervorragend Vanillesoße.
Schmorgurken
Geschälte Gurken, aus denen man die
schwammigen Teile entfernt hat, werden in Stücke geschnitten. Dann macht
man in einem Topf etwas Zucker und Butter braun, gibt die Gurkenstücke
dazu und füllt zusammen mit einigen Gewürznelken und einem
Lorbeerblatt Brühe auf. Während des Schmorens gibt man soviel Essig
dazu, dass ein säuerlicher Geschmack entsteht, und streut Zucker sowie
Zwiebackbrösel daran, um das Ganze etwas anzudicken. Die Schmorgurken
werden zu Kartoffeln gegessen.
Schwarzbrotpudding
170 g Butter sahnig rühren, etwas
Nelken, Zimt, Zitronenschale, 125 g Korinthen und 8 Eigelb untermischen. 230 g
altes Schwarzbrot wird gerieben und durchgesiebt, vor dem Eischnee in die Masse
gerührt. Zur Geschmacksverfeinerung kann 1/2 Glas Rum genommen werden. Der
Pudding muss zweieinhalb Stunden kochen, ergibt 10 Portionen; Schaumwein- oder
Rotweinsauce dazu reichen.
Schweriner Supp
In heißer Butter dünstet man
eine in Stücke geschnittene grüne Gurke, mehrere Salatherzen, einige
junge Schalotten und einen Teller junger Erbsen halbweich, fügt als
Würze gewiegte Petersilie, Kerbel, Pimpinelle, Salz, Pfeffer und eine
Prise gestoßenen Ingwer bei, füllt alles mit kochender Brühe
auf und kocht die Suppe eine Stunde; man bindet sie mit einer Mehlschwitze,
zieht sie mit einigen Eidottern ab und reicht dazu geröstete
Semmelwürfelchen.
Snippelbohnen Meckelbörger Ort
Nachdem die Bohnen fein geschnitten und
gewaschen sind, setzt man sie mit kochendem Wasser nebst Butter und Salz oder
mit Fleischbrühe an und lässt sie zugedeckt weich kochen. Vor dem
Anrichten gibt man reichlich feingehackte Petersilie und Pfefferkraut
(Bohnenkraut) und 2 bis 3 Löffel in Butter gelb gedünstetes Mehl
hinzu, lässt die Bohnen damit durchkochen, würzt mit 1/2
Teelöffel Suppenwürze und richtet sie an.
Suer Tüfften
Für 4 Personen brät man 125 g
Speck, gibt ihn auf einen Durchschlag und schwitzt in dem ausgelassenen Fett
feingehackte Zwiebeln langsam an (nicht braun werden lassen). Dazu rührt
man 3 Esslöffel Mehl, lässt es gelb werden, gibt unter Umrühren
eine kleine Tasse voll Essig und 1/2 l Wasser oder besser Fleischbrühe und
eine Prise Salz zu. Zum Schluss quirlt man einige Esslöffel Sirup dazu.
Die beinahe gar gekochten Kartoffeln schüttet man in diese Soße und
lässt sie darin noch vollends weich kochen. Dazu isst man
geräucherten Schinken.
Swartsuer
Gänseklein, dem man etwas
Schweinefleisch (ungeräucherten und ungesalzenen Bauchspeck) zusetzt,
kocht man in Salzwasser mit Wurzelwerk und etwas Gewürz weich. Dann werden
geschälte und gewürfelte Birnen mit der durchgeseihten Brühe des
Fleisches weichgekocht; mit Essig vermischtes Gänseblut, zerkleinerte
Nelken, Pfeffer und Nelkenpfeffer (Piment) sowie Zucker werden
hinzugefügt. Die Birnen lässt man in der dicklichen Brühe einige
Male unter Rühren aufkochen, legt das Fleisch in eine Schüssel und
richtet darüber die Birnen mit der Brühe an. Dazu schmecken
Kartoffeln vor allem aber Klöße.
Swinsrippenbraden
Ein Rippenbraten wird gesalzen und in der
Mitte eingeknickt, wie zu einer Tasche zusammengenäht, dann mit Äpfel
und Pflaumen gefüllt und ganz verschlossen. In einer Pfanne sind Bratfett,
Wasser, Zwiebeln, Lorbeerblatt und Pfefferkörner zu erhitzen. Der
Rippenbraten wird darin von beiden Seiten glänzend braun gebraten. Etwa
zwei bis zweieinhalb Stunden sind dazu erforderlich. Der Bratensatz wird
entfernt, mit wenig Wasser losgerührt, etwas angedickt und die Soße
mit Salz und Zucker abgeschmeckt.
Wittsuergausfleisch
Man zerteilt eine Gans in
portionsgerechte Stücke. Darüber wird so viel scharfer Weinessig,
vermischt mit Wasser, gegeben, dass das Fleisch davon bedeckt ist. Auf 4 kg
Fleisch gibt man als Gewürze in die Flüssigkeit 5 bis 6
Lorbeerblätter, einen Teelöffel voll Nelkenpfeffer (Piment),
ebensoviel schwarzen Pfeffer, 6 mittelgroße Zwiebeln und eine kleine
Handvoll Salz. In dieser Brühe kocht man das Fleisch gar. Soll das
Gänsesauer etwas feiner werden, so kann man bei 4 kg Fleisch etwa eine
viertel Flasche Weißwein zugießen. Nach dem Kochen wird das
Gänsefleisch in einen Steintopf gelegt und die Brühedurch ein Sieb
darüber gegossen. Wichtig: Auf der Brühe soviel Fett lassen, dass sie
ganz davon bedeckt ist. |